Finanziellen Schaden durch gebrannten CD’s

Auf der CRN konnte ich mich mit Mitgliedern einer Band über den finanziellen Schaden den gebrannte CD’s ausmachen unterhalten. Die Band erzählte, dass von ihrem ersten Album das zu Zeiten rauskam, in denen noch nicht in jedem PC ein CD-Brenner steckte DOPPELT so viele CD’s verkauft wurden, als vom aktuellen Werk. Trotzdem sind Fans bei Konzerten immer Textsicher.
Ein neuer Tonträger ist schon in Planung, trotz der Schulden, die die Band noch wegen ihrer aktuellen CD hat.

Ich war davon so geschockt, dass ich davon unbedingt berichten musste. Dass so krass gebrannt wird, konnte ich mir, als leidenschaftlicher CD-Sammler bisher eigentlich nicht vorstellen…

8 Gedanken zu „Finanziellen Schaden durch gebrannten CD’s“

  1. Die „neuere“ Cd ist sicher nicht schlecht – IMHO hat sie Meilensteine gesetzt. Weitere Details zur Band etc will ich aber erst nach Absprache mit dieser bekanntgeben – deshalb gehe ich hier nicht näher auf Details ein…

    Und ja, der Großteil der Leute die ich kenne brennen noch CD’s und laden sie nicht aus dem Netz. Das Brennprogramm zu bedienen ist meist auch einfacher als die Firewall-Konfiguration eines DSL-Routers für einen P2p-Client durchzuführen…

  2. Vielleicht ist die Musik einfach schlecht? Bei der ersten CD konnten die Pila-Musik Leser leider noch nicht Online reinhören und haben auf Verdacht gekauft, jetzt waren sie schlauer und haben nach den Onlinesamples besser die CD doch nicht mehr gekauft? Vielleicht etwas hart, aber meiner Erfahrung nach trifft das eher zu. Ich wäre mir bei solchen absolut subjektiven Aussagen einer Band vorsichtig. Es sind viele Faktoren die da heute reinspielen. Wenn die Qualität stimmt ist mE vor allem gutes Onlinemarketing und eine Ahnung vom Long Tail wichtig. Ein erfolgreiches Beispiel sind die Arctic Monkeys. Meiner Meinung nach wird in den letzten Jahren immer weniger Musik illegal getauscht, dafür mehr online gekauft. Außerdem kenne ich niemanden der noch eine CD Brennt, du etwa?

  3. Okay, habe inzwischen eine Antwort auf meine Mail von Manuel von Arson (http://www.arsonworld.com) erhalten… Und bei deren aktuellem Album kann man wirklich nicht von mangelnder Qualität sprechen – das Album bekam nicht nur von christlichen Magazinen sondern auch von Powermetal, Metal Hammer und weiteren Musikmagazinen gute Kritiken – siehe http://ruuf-records.de/Presse/list?&start=50

    Reinhören kann man auf deren MySpace (http://www.myspace.com/arsonworld) und in ein paar weitere stücke auch vom alten Album auf http://www.arsonworld.com/media/

    Die Konsequenz die Arson daraus ziehen wollen: An CD’s wollen sie nichts mehr verdienen – die dienen nur noch zur Promo, weshalb nächstes Jahr auch nur ne EP erscheinen wird. Geld wird dann hald vor allem noch über das Merchandising verdient – um Schulden abzubezahlen.
    Ich, als ehrlicher CD-Käufer werde also dafür bestraft, weil in Zukunft weniger Songs auf CD rauskommen – schade.

  4. Die Musik wird man aber doch wohl irgendwo beziehen können, sonst würde ich das ganze für deine ziemlich dumme Aktion halten. Gute Musik lässt sich auch verkaufen. Wenn man als Band versucht mit Merch das business zu machen stimmt doch auch irgendwas nicht…

  5. Nunja, inzwischen scheint’s wohl aber so zu sein. *Gogi (Musikkaufmann) hat im Sound7-Forum folgende Sachen erzählt: „nicht umsonst hat die clevere madonna keinen labeldeal mehr, sondern ist jetzt bei einem konzertveranstalter und merchdealer unter vertrag…“ und Jörg Schwehn (Arbeitet bei Gerth Medien: „b) kürzlich gab es einen artikel in england, wo ich den link nicht mehr weiss, in dem hiess es, dass mittlerweile bands bei konzerten die eigenen cd’s nicht mehr anbieten und verkaufen. grund: damit kannibalisieren sie ihre merchandise verkäufe. hintergrund: ein konzert-besucher bringt im schnitt 20 euro zum konzert mit und kann damit was kaufen. kauft er die cd, wird sie von einigen leuten hinterher gebrannt. ausserdem ist der gewinn pro cd relativ niedrig, weil die produktionskosten ja bekanntlich sehr hoch sind. kauft der konzertbesucher aber ein t-shirt, dann hat die band eine deutlich höhere marge. und: ein t-shirt kann man nicht kopieren oder downloaden.“

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