Picidae – break through the Great Firewall of China

Vor einigen Tagen bin ich beim zappen bei 3sat auf Picidae aufmerksam geworden – und vor ein paar Stunden hat auch heise darüber berichtet.

Was ist Picidae? Die Macher bezeichnen es als Kunstobjekt – ich würde eher sagen, dass es einfach eine gute Möglichkeit ist Webseiten durch Filterproxys wie die Große Firewall Chinas, aber auch durch Webproxys von Unternemen hindurch die den Internetzugriff beschränken zu betrachten.

Daraufhin bin ich mal auf deren Webseite gesurft – und habe festgestellt, dass man da ganz einfach mitmachen kann. Die Software dafür wird zum Download bereit gestellt.

Der PiciServer macht die eigentliche Arbeit: Er nimmt Anfragen entgegen, besucht dann selbst die Webseiten – erzeugt mit der GD-Lib einen Screenshot davon und erzeugt danach ein HTML-File auf dem das Bild der Webseite zu finden ist bei dem links direkt hinterlegt sind und auch einfache Formulare.

PiciProxy ist ein einfaches PHP-Skript, das Anfragen an den PiciServer weiterleitet und die Ausgaben zurückgibt.

China hat wahrscheinlich schon längst den Hauptserver (pici.picidae.net) gesperrt. Damit Menschen in China weiterhin Picidae nutzen können werden deshalb viele PiciProxys mit vielen verschiedenen URLs benötigt, die die Anfragen dann auf viele PiciServer weiterleiten. Viel genutze PiciProxys werden wahrscheinlich auch bald gesperrt sein, weshalb einfach viele gebraucht werden.

Ich hab mich entschieden mitzumachen. Zumindest mal im kleinen und habe eine PiciProxy aufgesetzt. Unter http://bildbrowser.langhaarschneider.net findet man diese. Die Installation ist ganz einfach – es muss nur ein PHP-Skript auf einen Webserver hochgeladen werden. Es gibt nur eine Zeile in der man das Script konfigurieren muss – sofern man will. Da wird der PiciServer eingestellt. Aktuell nutze ich als Server pici.picidae.net – wie auch schon im Skript voreingestellt. Vielleicht setzt ich in den nächsten wochen wenns mal weniger stressig werden sollte auch noch nen eigenen PiciServer auf um den zentralen Server zu entlasten.

Bleibt nur noch die Frage wie die Menschen auf die PiciProxys aufmerksam gemacht werden… Ein offizielles Forum wäre blöd – da könnte die Zensurbehörde einfach mitlesen und jede Proxy sperren… Deshalb wird auf de PiciProxys mit Bildern aufmerksam gemacht – wie z. B. mit dem hier:

Mit diesen Bildern und den dahinterliegenden Links soll wird auf PiciProxys verwiesen. Und wenn diese auf nicht geblockten Internetseiten veröffentlich haben viele Leute die Chance zufällig über eine PiciProxy zu stolpern und sie dann auch einzusetzen.

Nachtrag:

Ab und zu erscheint grad nur die Meldung „hi there ;-)“. Warum es dazu kommt weis ich nicht – allerdings kommt man meist nach ein paar Reloads dann doch auf die Seite.

4 Gedanken zu „Picidae – break through the Great Firewall of China“

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