SubSonicSter v2.0.0 ist da!

Hitster ist mir vor knapp zwei Jahren zum ersten mal begegnet. Ich war sofort von dem Spiel begeistert. Man scant den QR-Code auf einer Spielkarte, hört dann ein Lied und muss es zeitlich korrekt zwischen allen anderen selbst gezogenen Liedern einordnen. Goodies bekommt man noch wenn man auch noch Titel und Interpret korrekt nennen kann.

Über Fronleichnahm waren wir auf einer Familienfreizeit – und meine Frau hat erleben können wie viel Spaß mir das macht in beinahe jeder Runde zu gewinnen. 🙂
Nur: Ich mag kein Spotify. Deren Geschäftspraktiken finde ich verwerflich. Musiker bekommen für viele 1000 streams ein paar cent und ihre eigenen Playlisten füllen sie mit AI-Schrott um noch weniger an Künstler ausschütten zu können. Dass ich mir also Spotify für dieses Spiel zulege stand nicht zur Debatte.

Nachdem mir das Spiel niemand zum Geburtstag schenken wollte hat es mir meine Frau zu Weihnachten geschenkt – und an Silvester haben wir dann das spiel ohne Spotify-Anbindung gespielt. Geht auch. Aber man hat dann nur 30 Sekunden. Diese 30 Sekunden können auch wenn man Pech hat ein in einem 40 Sekunden Gitarrensolo stecken – haben wir an Silvester feststellen müssen. Glücklicherweise konnte ich Enter Sandmann von Metallica auch am Solo erkennen ohne James Hetfield singen zu hören. Aber an Silvester hatten wir noch ein Problem: Spotify war überlastet. Gegen 20 Uhr konnten wir Hitster noch ohne probleme spielen, gegen 22 Uhr lief die App äfter in einen Timeout als dass sie uns die Lieder vorgespielt hat. Ärgerlich, vor allem wenn man eigentlich auch viele der Lieder auf dem eigenen Server zuhause liegen hat weil die MP3-Sammlung so groß ist…

Am 06. Januar bin ich mit der Familie vom Ski/Snowboard/Schlittenfahren von der schwäbischen Alb zuück gefahren und hab im Auto mal wieder über meine MP3-Sammlung geshuffelt. Sowohl meine Frau als auch ich waren in der Stimmung bei jedem Lied erstmal zu raten, wie es heist, von wem es ist – und wann es veröffentlich wurde. Die Idee war geboren – es wäre doch schön wenn man Hitster auch mit der eigenen Musikalischen Vergangenheit (schaut euch einfach mal die TagCloud im Blog an) spielen könnte… Aber dafür müsste man eine eigene App haben, die eigene QR-Codes scannen kann…

Naja, die Kinder waren tatsächlich noch nicht müde sondern sind zuhause in den Garten und haben versucht mit 3 cm Schnee im Garten ein Iglu zu bauen und waren beschäftigt. Und ich hatte eine Idee und hab in den letzten Jahren genug Freakshow (https://podcasts.social/@freakshow) gehört und hatte Ralf Stockmann im Ohr, dass man eigentlich der KI in Cursor nur sagen muss was man will – und am ende kommt das raus was mann will. Zumindest wenn man nur genau genug weiß was man will und der KI ab und zu in den hintern treten kann und ihr sagt was sie gerade wahrscheinlich falsch gemacht hat. Das wollte ich mal ausprobieren. Außerdem hab ich auf Github schon CSV-Files gefunden mit dem Mapping der QR-Code URLs zu den Titeln und Künstlern was alles nochmal viel einfacher macht. Und so ging es los.

Jetzt, keine zwei Wochen später hab ich hier eine Android-App die macht was ich will. Der Code liegt auf Codeberg und die App wartet eigentlich nur darauf genutzt zu werden. Und damit vielleicht die Ein- oder Andere Suchmaschine Menschen davon erzählen kann, dass es die App gibt muss ich hier mal wieder bloggen.

Was ist SubSonicSter nochmal?

SubSonicSter ist eine Android-App, die QR-Codes von Hitster-Karten scannt und dann die passenden Lieder von einem SubSonic-Server abspielt. Damit die App vielleicht auch irgendwann mal auf F-Droid publiziert werden kann nutzt also keine proprietären Google-Dienste. Stattdessen läuft alles über ZXing für QR-Code-Erkennung und AndroidX Media3 für Audio-Playback.

Warum ich das gebaut habe?

Wie ich schon geschrieben hab: Ich will einfach kein Spotify-Kunde werden. Gleichzeitig finde ich Hitster aber ein richtig nettes Spiel – gerade wenn man mit Freunden zusammen sitzt. Und dann hat Marc-Uwe Kling zusammen mit dem Känguru auf dem 39C3 noch den Digital Independence Day ausgerufen – noch ein Grund mehr selbst aktiv zu werden.

Wie kann ich das jetzt spielen?

Falls du SubSonicSter testen möchtest: Freut mich! Ist aber ehrlicherweise nicht ganz einfach. Du brauchst dazu nämlich:

  • Hitster-Karten
    Ohne die geht nichts. Oder du machst dir selbst welche.
  • Ein Android-Smartphone mit der App
    Du kannst sie dir hier runterladen – in einem Appstore ist sie noch nicht.
  • CSV-Dateien für das Mapping zwischen QR-Codes und Songtiteln.
    Für das Hitster-Spiel findest du sie hier auf GitHub
  • einen Server mit der SubSonic-API um die Lieder abzuspielen
    Bei mir Zuhause liegt die MP3-Sammlung für diesen Zweck auf dem Heimserver, der via Docker Navidrome ausführt. Nextcloud sollte das aber auch können.
  • Die Lieder als MP3s.
    Meine MP3-Sammlung ist zwar groß – aber trotzdem hatte ich anfangs nur rund 50% der Titel der beiden Hitster-Spiele, die ich besitze. Aber über die Stadtbibliothek Ostfildern habe ich beispielsweie Zugriff auf Freegal Music – und da kann man dann jede Woche legal 5 Titel aus dem Katalog runter laden.

Trotz der ganzen Hürden – ich würde mich freuen wenn ich mal davon höre dass jetzt jemand anderes auch Spaß hat Hitster mit SubSonicSter zu spielen. Lasst von euch hören!

Update zur Webseite meiner Frau: https://hannaschneider.com

Die Domain hannaschneider.com gehört Hanna schon länger. Seit Jahren gammelte da so ein Platzhalter vor sich hin der darauf gewartet hat mal mit was ordentlichem geupdated zu werden. Und das Warten hatte Anfang Dezember 24, nach rund 18 Monaten arbeit (mit rund 9 Monaten Unterbrechung in denen andere Projekte Priorität hatten ein Ende: die neue Website ist endlich online. Unter https://hannaschneider.com kann man vor allem Gestaltungen der Jahreslosung 2025, reduziere Restbestände von 2024 aber auch sonstige Karten kaufen und auch schon einen Blick auf das werfen , was bald unter dem Label Ton Steine Scherben zu finden sein wird.

Warum dauert das aber so lange? Das WordPress war eigentlich schnell da, WooCommerce als Plugin schnell installiert und Hanna hatte auch schnell ein Themen gefunden das ihr gefallen hat. Auch das Plugin zur Zahlungsabwicklung mit WooPayments war kein Problem. Es sind dann mehr andere Kleinigkeiten die Zeit brauchen. Beispielsweise ein Plugin finden, das Staffelpreise erlaubt (wir nutzen jetzt WPC Price by Quantity for WooCommerce in der Premium Variante, damit können wir auch Staffelpreise für reduzierte Produkte konfigurieren), aber hauptsächlich fand ich es anstrengend mich um die rechtlichen Aspekte des Onlinehandels zu kümmern. Außerdem ist der Jahreslosungsversand ein ziemliches Saisongeschäft, das meiste geht zwischen November und Januar. Da war die Motivation nicht so groß sich sofort um die rechtlichen Probleme zu kümmern als klar war, dass wir es für 2024 nicht mehr schaffen werden. Aber nach rund 9 Monaten Pause wurde es wieder akuter und ich hab mich dafür entschieden die rechtlichen Probleme mit dem Kauf zweier Plugins zu erschlagen: PDF E-Rechnungen mit Germanized Pro und Rechtstexte Schnittstelle der IT-Recht Kanzlei für hoffentlich rechtssicheres Cookie-Banner, Impressum, Datenschutzerklärung usw. Letzteres hab ich auch im Status2.Shop meines Freund Mirko im Einsatz gefunden, bei dem man Tolle Klamotten für freiwillige Feuerwehrmenschen kaufen kann.

Falls wer Tipps hat, was man besser machen könnte oder welche Plugins sinnvoller werden, ich bin immer offen für Vorschläge 🙂

Musik-Rückblick 2015

Nach einigen Jahren Pause hab ich mir vorgenommen in meinem Blog wieder mal über die Alben und Konzerte des letzten Jahres zu resümieren. Da ich das Schreiben von Rezensionen aber nach wie vor nicht für meine Stärke halte gleich hier der Hinweis: Alles was hier steht ist natürlich extrem subjektiv geprägt – mein Eindruck von Musik hängt auch massiv damit zusammen in welcher Gefühlslage ich mich befunden habe, als sie zum ersten mal den Weg in meinen Gehörgang gefunden hat…

Musik-Rückblick 2015 weiterlesen

Altes Blog wiederhergestellt

Cedric hat mir dankenswerter Weise die Daten meines alten Blogs bei ihm zukommen lassen – und so konnte ich in diesen ruhigen Tagen meine alten Blogbeiträge wiederherstellen. Hab über alles nochmal quergelesen, in Erinnerungen geschwelgt und Links zu Youtube-Videos und Bildern angepasst – was noch online ist sollte auch wieder richtig verlink sein.

Nebenbei finde ich es ganz witzig zu sehen, dass es einige Beiträge gibt, in denen noch beinahe alle Links funktionieren und der Inhalt noch da ist – andere Beiträge bestehen dagegen ausschließlich aus Links ins Nirvana

Stromzähler per S0-Schnittstelle mit RaspberryPi auslesen

Kurz bevor ich in meine Wohnung eingezogen bin, hatte ich die Möglichkeit dem Elektriker beim Anschließen des Sicherunsgkastens über die Schulter zu schauen. Und was mir damals gleich aufgefallen ist: Der verbaute Stromzähler, ein Eltako dsz12e, hat einen S0-Ausgang. Als ich 2013 meine Bachelorarbeit mit dem sperrigen Thema „Analyse der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen in Verbindung mit Speichern für Privathaushalte ohne EEG-Vergütung“ geschrieben habe, war eines der Probleme überhaupt an Daten zu kommen, zu welchen Zeitpunkten in Privathaushalten elektrische Energie verbraucht wird. Letztendlich habe ich ein Verbrauchsprofil aufgrund einer VDI-Richtline erzeugt – aber auch das beinhaltete „nur“ werte für 15 minuten – eine noch genauere Auflösung wäre aber wünschenswert gewesen. Der S0-Ausgang an meinem Stromzähler hat deshalb sofort mein Interesse geweckt. Stromzähler per S0-Schnittstelle mit RaspberryPi auslesen weiterlesen

Tiny Tiny RSS als Feedreader nutzen

tt-rss logo

 

Vor einigen Tagen hab ich geschrieben, wie ich nach einem möglichen Facebook-Ausstieg immer noch ähnlich komfortabel informiert sein will: Über RSS-Feeds.

In meiner vor-Facebook-Zeit habe ich viele RSS-Feeds in Thunderbird abonniert gehabt. Theoretisch würde das natürlich auch heute noch funktionieren – aber es wäre mir zu unpraktisch, da sich mein Computernutzungsverhalten drastisch geändert hat. Früher gab es nur den Desktop – heute bin ich auch öfter mit dem Fairphone oder dem Netbook online.  Ich will meine Feeds überall lesen können – und überall den gleichen „gelesen“-Status haben. Also geht der Weg wohl wie bei vielen anderen Dingen in die Cloud. Tiny Tiny RSS als Feedreader nutzen weiterlesen

Konzertempfehlung: Town of Saints & Junior [Update 16.02.]

Gestern Abend war ich mit @Hanna_LHS im Beatpool in Dresden. Nachdem uns dort vor rund 10 Tagen die @TourOfTours einen schönen Abend bereitet hat, hat gestern ein Teil dieser Tour schon wieder im Beatpol aufgespielt: Ian Fisher mit der Band Junior und Harmen von Town of Saints. Der Beatpol war nicht übermäßig besucht – ich schätze mal rund 150 Leute, diese waren dafür dann scheinbar umso mehr an der Musik interessiert.  Konzertempfehlung: Town of Saints & Junior [Update 16.02.] weiterlesen