Schritte zu einer möglichen Abwendung von Facebook…

„Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht was Freundschaft bedeutet.“

Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer

Erstmal: Ja, ich gebe es zu. Ich bin Facebook-süchtig.  Ich finde Facebook extrem praktisch um mit Leute in Kontakt zu bleiben die man mal getroffen hat, bei denen es schön ist wenn man ab und zu mitbekommt was bei denen so abgeht selbst wenn man sich nicht so nahesteht, dass man auch nur einmal im Jahr miteinander telefonieren würde.
Ich finde es toll von Bands und Festivals immer wieder Updates zu bekommen ohne die einzelnen Band/Festivalseiten ansurfen zu müssen – Facebook ist einfach ein praktischer News-Aggregator. Schritte zu einer möglichen Abwendung von Facebook… weiterlesen

Top-CD’s 2010

So. Auch wenn sonst hier nix mehr geht will ich diese kleine Tradition doch offenhalten und hier meine TOP-CD’s aus 2010 veröffentlichen.

Nummer 1: mewithoutYou – It’s All Crazy! It’s All False! It’s All a Dream! It’s Alright!
Falls sich irgendjemand erinnert: Ja, diese CD war schon im Jahresrückblick 2009 zu bestaunen. Sie ist aber auch in diesem Jahr immer wieder auf Dauerrotation in meinem Auto gewesen. Extrem ärgerlich war leider dass ich es nicht geschafft hab mewithoutYou auf der Deutschlandtour mit Lingby (deren CD „Count the Stars“ es nicht in diesen Rückblick geschafft hat – setzte sich irgendwie nicht so sehr in meinen Ohren fest) zu sehen. Das südlichste Konzert das sie gespielt haben war in Münster. Dorthin wäre ich wahrscheinlich noch gefahren. Aber nicht einen Tag vor ner Prüfung – das ging leider garnicht… Trotzdem würde ich am liebsten zu „The Fox, the Crow and the Cookie“ mit kaputtem Arm durch’s Zimmer tanzen oder bei Timothy Hay Laut mitsingen:“ What a beautiful god there must be!“ Ich lass es dann doch besser wegen meines Krankenhauszimmernachbarns….

Danach kommen ohne wertende Reihenfolge:

Madsen – Labyrinth. Muss sie mal wieder live sehen. einfach schöner Rock. Das Eröffnungsstück erinnert an die Bohemian Rhapsody von Queen. Und mit dem Moped nach Madrid hat immerhin dafür gesorgt dass ich auf Ebay mich nach Mopedpreisen erkundigt hab.

Kleines Juwel von Herrn Abendschein und seiner Rosmarie. Darüber hab ich genug geschrieben 😉

Friendship Manifesto – September Leaves

Bis nach Tolouse – Philipp Poisel. (Wie soll ein Mensch… ist endlich mal ein trauriges Lied von ihm. Und dann auch noch so schön wunderbar depressiv…)

Nicht geschafft auf diese Liste hat es auch die „There’s A Deathbed for Your Monster“ von Daniel Benjamin. Hat es einfach nicht geschafft sich in meinem Gehörgang festzusetzen.

Noch kurz zum Ausblick auf 2011: Ich hoffe dass die aktuellen Aufnahmesessions von SEA+AIR (formerly known as Daniel Benjamin) und Sarah Brendel bald zu schönen Ergebnissen führen.

Fehleinkauf des Jahres war „A Curious Thing“ von Amy Macdonald. Der Beste Song auf der CD ist ne Liveaufnahme von Bruce Springsteen’s Klassiker Dancing in the Dark. Ansonsten hat diese CD leider nichts zu bieten.

Kleines Juwel…

Eins möchte ich gleich am Anfang klarstellen: Das hier ist keine objektive CD-Kritik. Was ich schreibe ist von subjektiver Begeisterung, persönlichen Eindrücken und Erinnerungen geprägt. Und deshalb (und auch weil der erste Track der EP auch so betitelt ist) schreib ich hier von einem Kleinen Juwel. Eingespielt wurde sie von Herrn Abenschein und seiner Rosmarie (Auch bekannt als DerErgievonCeil mit seiner Akustikgitarre) in Zusammenarbeit mit Peter Plektrum und Capo Carle im Heimstudio von Kilian Mohns, und das so: „zwei first takes, zwei second takes, zack, steht der scheiß..;)„.Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Die CD klingt so wie man Herrn Abenschein und seine Rosmarie auch live kennt. Einfach nur Gesang und Gitarre – keinerlei Extras wie Rhythmusinstrumente oder Percussions, keine Bassspuren, keine Backings. Einfach nurAbendschein und Rosmarie. Ganz einfach. Wunderschön.

Kurz zu den einzelnen Songs: Das „Kleine Juwel“ beginnt sehr schön mir mit einer schönen Rhythmuseinlage auf dem Gitarrenkörper. Sehr schön. Mir drängt sich der Eindruck auf, also ob Herr Abendschein direkt diese CD besingt: „Kleines Juwel, unvollendet, du willst raus und Leute lächeln sehn…“ Die Bridge erinnert mich unweigerlich an längst vergangene Zeiten in denen Issue noch zusammen Musik machten. Nicht wegen der Musik, sondern wegen dem Mikroständer von Sänger Patrick: Da stand auch irgendwas drauf. Konnte es nie genau lesen, aber es könnte sowas wie die Zeile „Tu es, geh raus, zeig denen wer du bist! Strahlend, leuchte, berühre unser Herz“ gewesen sein…
Im nächsten Song sinniert Herr Abendschein darüber warum er nur nebenher Musiker ist – und nicht davon lebt mit seiner Gitarre durch die Fußgängerzonen zu ziehen und einfach nur mit seiner Rosmarie glücklich ist. Ich frag mich bei dem Song unweigerlich warum er es denn nicht einfach macht – im Gegensatz zu mir kann er nämlich schöne Songs schreiben, gut Gitarre spiele und singen. Und deshalb sind wir uns nicht einig, du bist nicht nicht Songwriter genug!
Im nächsten Song brauch man kurz um zu verstehen worum es geht. Herr Abendschein singt aus zwei verschiedenen Perspektiven, die sich irgendwann kreuzen. Für meinen Geschmack wird das Leben des feinen Kerls etwas zu romantisch beschrieben (was aber auch mein einziger Kritikpunkt an den vier offiziellen Songs ist) – ansonsten ist es einfach eine schöne Geschichte der man gut lauschen kann.
Mach mich still ist einfach noch ein sehr schöner, persönlicher Worshipsong. So, wie er auch mir gefällt. Keine Hänssler/Gerth/sonstwas Standartproduktion, sondern ein persönlicher Text, ehrlich vorgetragen. Aber dass dieser Song es in die „Standartliederbücher“ christlicher Jugendgruppen aufgenommen werden würde bleibt wohl ein wunsch…

Auch sehr schön: Die Hülle und das Cover („auf Löschpapier gedruckte damit der Funke besser überspringen kann“). Erinnert mich an Maschinennähen in der Realschule 6. Klasse bei Frau Kühnel. Aber auch an Stoffe bestempeln, dritte Klasse Grundschule in TW, wahrscheinlich bei Frau Kefer. Sehr schön selfmade.

Zum Schluss gibt es (meiner Ansicht nach „leider“) auch noch einen Hidden Track, der mich zu folgendem Tweet veranlasst hat: „Langhaarschneid hat vorher seine neuste CD gehört und dachte bis kurz vorm Hidden Track das erste CD-Highlite des Jahres entdeckt zu haben…“, was auf Facebook doch ne längere Diskussion ausgelöst hat. Wobei ich nicht verheimlichen will, dass Gabriel Kautz, Basser bei Lifetape und Lilly Among Thorns, das ganze etwas anders sah: „Kiliaaan, seid ihr bereit…??“ wie geil is DIE aktion denn bitte…?!?!?!? :-D“ (Via Facebook auf Martin Ergenzingers Pinnwand)… Worum es geht: Der Hidden Track ist eine etwas eigenwillige Interpretation des alten Lobpreisklassikers „Ich singe dir ein Liebeslied„. Kommentar von Freunden zu dem Song: „Was – die EP ist vom Sänger von CEiL? Dann wundert mich bei dem Hidden Track garnix – nur die guten ersten Songs hätt ich dem garnicht zugetraut“. Ich meine: Das hätte nicht unbedingt sein müssen, aber zum Glück kann man ja wenn man den Hidden Track einmal gehört hat und der CD-Player dann auf „Repeat All“ gestellt ist wenn man vier Songs gehört hat einfach auf „nächster Song“ drücken – und sich wieder am ersten freuen.

Ganz zum schluss noch ne Aufforderung an alle die Bis hier gelesen haben: Kauft euch die CD, bucht Herrn Abendschein und seine Rosmarie für Shows bei euch (seien es auch nur Wohnzimmerkonzerte) und erzählt von der Musik weiter. Gerne könnt ihr auch diesen Text weiterverbreiten – und auch dieser Facebookgruppe beitreten: Alle die meinen dass Herr Abendschein nicht „nicht Songwriter genug“ ist.

Facebook & Twitter killed this Blog

Auch wenn ich nicht ausschließen will hier irgendwann mal wieder was zu schreiben – zur Zeit ist hier tote Hose.  Ich war ja noch nie der Held der langen Texte. Via Ping.fm gibts meinen aktuellen 140-Zeichen-Twitterstatus auf allen möglichen Plattformen. Und via Facebook hab ich auch mehr Kontakt in die Heimat als über diesen Blog – also:

PS: Einen wirklich Lesenswerten Blog über Musik gibt es von Achim Stadelmaier (Auch bekannt als For me and my Sons) unter http://musikantenstadel.wordpress.com/

Top-CD’s 2009

Auch wenn ich im letzten Jahr hier doch schreibfauler geworden bin (was vielleicht auch daran liegt dass ich kurze dachen einfach per Twitter in die Welt blase) darf der CD-Jahresrückblick nicht fehlen – für den Konzertrückblick auf das arschkalte Roarfest mit Kids in the Way oder das tolle Konzert mit Daniel Benjamin (der vierhändig mit Eleni Flügel gespielt hat, Ufi am Kontrabass und Ronald an der E-Gitarre), Maximilian Mengewesser (Aka Allurarot, Electric Fleischpeitsche) (Unterstützt von DB an der Gitarre und Rudi Soundkaiser an den Backings und mit der von Ralf Schröter beobachteten Sofia Stark vor ein paar Tagen reichts aber nicht.

Hier jetzt die CD’s. Reihenfolge ist nicht wertend, sondern nach Kaufzeitpunkt (Januar oben, November unten)

  • Mando Diao – Give Me Fire. Die Kommt zwar auch nicht an die Ode to Ochrady ran, aber ist trotzdem richtig gut
  • The Gentlemen – A Candid History Of Faith Hope Love. Nach dem vom Sound her graußamen Vorgänger ist das jetzt ein Rundum gelungenes Album der Sympatischen Briten. Videotip: I’m Not Leaving
  • September Leaves – Felt EP. Nur drei Titel – aber was besonderes. 50stk – und ich hab eine davon. The Race ist einfach ein umwerfend fetter Song.
  • Florian Ostertag – The Constant Search. Nach zwei EP’s mit beinahe identischen Songs kommt jetzt das Album. Selbst aufgenommen (mehr zum Aufnahmeprozess da) – gut gelungen – hoffe auf viele tolle Konzerte 2010.
  • Mute Math – Armistice. Nach dem IMHO etwas schwächeren selbstbetitelten ersten Album folgt jetzt mit Armistice ein richtiger Kracher der mit The Nerve auch sofort richtig loslegt. Hoffentlich kommen die mal wieder nach Deutschland.
  • mewithoutYou – It’s All Crazy! It’s All False! It’s All a Dream! It’s Alright! Eigentlich nur als Weihnachtsgeschenk für meine Schwester gedacht war schnell klar: Ich brauche diese CD auch. Hardcore-Elemente fehlen in diesem Album vollkommen, die wurden durch Folkige ersetzt – und die Stimme von Aaron kommt voll zur Geltung.
  • Joy Electric – Favorites at Play. Auch wenn ich von Falling Slowly doch etwas entteuscht bin, es ist einfach extrem lustig auf ner Party diese Versionen abzuspielen, wenn eigentlich alle anderen nur die Original-Songs kennen
  • Switchfoot – Hello Hurricane. Das Rockt. Punkt. Spitzenleistung – jetzt muss es nur noch klappen die Jungs 2010 live zu sehen.

Beste (und einzigste) Vinyl ist die vor ein paar Tagen gekaufte und schon 2008 als Top-CD eingeordnete There’s A Monster Under Your Deathbed von Daniel Benjamin. Einfach Schön zuhause im Wohnzimmer auf dem Plattenspieler der Eltern am wärmenden, brennenden Ofen zu sitzen und alle 20 min aufstehen um die Platte zu wenden. Ich bin je gespannt, ob Sarah ihre Pläne für eine 7″-Vinyl 2010 umsetzt, dann wird das die nächste sein…

Podiumsdiskusion Hochschulleitung HAW-Amberg & IGAS 2009

Shit, gerade hab ich festgestellt, dass dieser Entwurf schon seit wochen praktisch fertig bearbeitet ist und nur noch drauf wartet veröffentlicht zu werden. Dann mach ich das jetzt mal…

Auch Amberg ist vom Unmut von Studenten über Studiengebühren & Bolonga-Reformen nicht komplett verschont, es hat sich im letzten Monat eine Interessengemeinschaft (IGAS2009) gebildet die mit der Hochschulleitung am 09.12. eine Podiumsdiskussion führte. In diesem Beitrag versuche ich einen Überblick über die Podiumsdiskussion zu geben. – er hat keinen Auspruch auf Vollständigkeit und völlige Korrektheit der wiedergegebenen Aussagen.

15:15 – Der Audimax füllt sich, vielleicht 80 Studenten sind anwesend. Leider ist es vor allem in den hinteren Reihen voll.

15:23 – Es beginnt. Es sind vielleicht 120 Studenten da. Präsident, Vizepräsidenten, weitere Vertreter der Hochschulleitung und IGAS-Vertreter sitzen in der ersten Reihe. Vor Diskussionsbeginn hat der Präsident das Wort. Er versucht es lustig zu beginnen – ihm ist der Dialog und der Austausch wichtig. Er erzählt über die „besseren“ Bedingungen in Amberg & Weiden gegenüber anderen Hochschulen laut verschiedenen Rankings und Studien. Zum Bolonga-Prozess: Der Läuft und lässt sich nicht mehr aufhalten. Er ist wohl über Studentenproteste aus Netzwerken informiert und freut sich, dass die IGAS zwischen den Forderungen an Unis und Fachhochschulen unterscheidet. Er erzählt, dass hier ein Betreuungsverhältnis von 1:40 besteht, viel besser als an vielen anderen FHs.

Vor kurzem war ein treffen aller Präsidenten von Angewandten Fachhochschulen – auch sie fordern flexiblere Prüfungszeiten, bessere Anerkennung bei Hochschulwechseln, flexiblere Handhabung von Studienzeiten, Noten der ersten Studienphase sollten weniger zur Endordnung beitragen als bisher. Nächstes Jahr wollen sie an bestimmten Stellschrauben des Bayrischen Hochschulgesetzes drehen. Sie wollen Stress minimieren, Studienzeiten flexibilisieren,…

Zu den Studienbeiträgen: Diese können nur im Landtag wieder abgeschafft werden. Er glaubt dass nur mit den aktuellen 500€ das Niveau der FH gehalten werden. Vom Freistaat kommen im Jahr 6,7mio€, Studienbeiträge sind rund 1,5mio€ zur Verbesserungen der Bedingungen, Drittmittel kommen über Spenden, Forschungsgelder,…  insgesamt 1,8mio€. 1/3 der Studenten zahlt erzeit keine Studienbeiträge da sie Befreit sind.  Laut Satzung kommt im Jahr 2010 alles wieder auf den Prüfstand (Hochschulbeiträge, Verwendung,..) – alles muss vor dem Gesetzeber bilanziert werden. Es wird also 2010 wieder Änderungen geben.  Studiengebühren werden an der HAW durch ein Gremium das zu je aus 50% aus Studenten und Hochschulleitung besteht. Allerdings zählt die Präsidentenstimme doppelt. Er war allerdings nie bei den Sitzungen, nicht wegen mangelndem Interesse, sondern damit die Hochschulleitung bei einer Kampfabstimmung (die es allerdings angeblich noch nie gegeben hat) keinen Vorteil hätte…

15:40 Präsident ist fertig – Diskussionsregeln werden vorgestellt.

Auf der Tagesordnung steht:

  • Studienbeiträge
  • Bus und Bahn
  • Kopierkosten
  • Veränderung der Studien&Prüfungsordnung
  • Selbstbestimmtes Studium

Forderungen der IGAS: Senkung der Studiengebühren auf 200€ zum schnellstmöglichen Zeitpunkt oder Staffelung der Beiträge.

Aktuell gibt es 2600 Studenten, 830 zahlen keinen Beitrag, davon sind 120 sind wegen Geschwister befreit. Frage: Warum gilt bei uns der Höchstsatz? Mindestsatz an FH’s ist 100 (Unis 300) – Höchstsatz 500. Frage an die FH: Warum von Anfang an 500€ ? Antwort: Gelder werden gebraucht um optimale Bedingungen zu erhalten Im Grenzbereich zu Hessen und Österreich haben sich verschiedene FH’s abgestimmt und niedrigere Beiträge um nicht zu wenig Studenten in Zukunft zu haben. Anspruch war in der Qualität nicht nachzulassen, Bedingungen sollen optimal bleiben, 2,66€ pro Tag sind bezahlbar, in Amberg ist das Studieren trotzdem billiger, weil z.B. Wohnraum hier günstig ist. In München sind wohl 300€ gebühren dran – aber Lebenshaltungskosten deutlich höher. „Finanzminister“ der HAW Roth kommt ans Podium. Er erzählt vom komplexen Haushalt, dass Studiengebühren in den Körperschaftshaushalt gehen und nichts mit dem Staatshaushalt zu tun haben. Ständig liegen Studiengebühren im Wert von Rund eines Semesterbeitrags auf der Seite um für Investitionen zu Sparen und Liquide zu sein.

Frage aus dem Publikum: Sind die Gebühren dafür da um Löcher aus der öffentlichen Finanzierung zu schließen und Liquide zu bleiben?

Antwort: Es ist so nicht geplant gewesen – und es ist auch nicht so.  Nur die Ausgabe der Mittel ein halbes Jahr Zeitverzögert getätigt. Die Aussage gerade bezog sich nur auf die Liquidität für Ausgaben aus Studiengebühren.

Frage warum liegt das Geld ein Semester? Antwort: nach dem Einzug der Gebühren muss erst in der Fachschaft über Verwenung gesprochen werden, da das erst nach dem Einzug geschieht dauert es meist rund ein Semester. Auch gesetzliche Fristen für größere Ausschreibungen (3-4 Monate) dauern…

Frage Ist nicht irgendwann ein „guter Standard an der FH“ erreicht? Antwort vom Präsident: Er geht davon aus, dass in 2010 mit den Ministerien beraten wird, aber der Druck über „alle Teile des packets“ nachzudenken ist wohl höher als noch 4-6 Wochen. An anderen FH’s gab es wohl größere Angebote von FH’s an Studenten um Hörsäle wieder freizugeben. In der Oberpfalz haben drei Hochschulen Vereinbart bis 2010 bei 500€ zu bleiben um sich nicht gegenseitig Studenten abzuwerben.

Frage: Wie war die Hochschulfinanzierung ohne Studienbeiträge denn je möglich? Antwort des HAW-Rechners: Das muss der Finanzminister Bayerns wissen.

Frage: Welche Position hat die HAW für die Verhandlungen 2010? bleibt sie am Höchstsatz oder wird sie vielleicht geringer? Antwort (Präsident): Der nächste und übernächste Doppelhaushalt des Wissenschaftsministeriums wird wohl auch nicht größer sein. Deshalb will er eher an den 500€ bleiben und diese Sinnvoll einsetzen. Er kann nicht in die nächste Verhandlungsrunde mit der Position 350€ gehen, solange er keine vernünftige Gegenfinanzierung sieht. Er will keine Gelder verprassen und bis zum Beweis einer anderen Lösung aber volle Verhandlungsfreiheit haben.

Einwurf aus dem Publikum: Für einen Studenten sind 500€ viel Geld. Antwort (Präsident); Sieht er auch so – jedoch ist das gesamte Hochschulsystem chronisch unterfinanziert. Er  schlägt vor gemeinsam an den Landtag mit der Forderung nach höherer Finanzierung zu treten. Er ist dabei längeren Politischen Druck mit den Studenten aufrecht zu erhalten.

Wegen Gesetz aus 2003 aus München war es leider nicht möglich neues personal einzustellen, weshalb sich zwischen 2003 und 2007 das Personal nicht erhöhen durfte, die Zahl der studierenden verdoppelte sich aber.

Einwurf von einem Student auch ihn wurmen die 500€, aber wenn man seine Studienarbeit schreibt freut man sich über jedes Buch in der Bib und über jeden PC an dem man arbeiten kann – auch wenn sie aus Studiengebühren finanziert wurden.

Frage eines Studenten: Rechnet der Staat nicht damit dass die Hochschule von Studiengebühren Personalstellen einrichtet weil es vom Staat kein Geld mehr gibt? Antwort: Vielleicht ja, aber es werden nur Personalstellen in Abstimmung mit Studenten verabschiedet. Und auch diese merken, dass sie das die gebühren nicht in ihrem Sinn verwendet werden würden würden sie auch nicht zustimmen.

Frage des Moderators um den ersten Block abzuschließen: Wie schaut es nach der Forderung aus? Werden die gebühren gesenkt? Antwort: Der Präsident will keine Weihnachtsgeschenke verteilen und deshalb auch jetzt nichts versprechen. Wenn 2010 Bilanz gezogen wird, und wenn dann genügend Geld aus anderen Bereichen kommt um das nach der Senkung von Studiengebühren wegfallende Geld zu ersetzen, dann wird er auch Gebühren eventuell senken können.

Moderator verließt konkrete Forderung an den Freistaat (Abschaffung von Studienbeiträgen – Hochschulfinanzierung durch den Freistaat). Er ist aber Praktiker, will nichts versprechen hinter dem er nicht stehen kann, und wenn er sich die Finanzsituation des Freistaats anschaut meint er, dass er deshalb nicht mit diese Forderung an die Regierung gehen kann ohne die Qualität der HAW zu gefährden.

16:55  – Der Erster Punkt zieht sich durch verschiedene Fragen aus dem Publikum die nicht alle Direkt auf die Gebühren bezogen sind.. Es raschelt in den Reihen – erste Studenten verlassen das Audimax. Vielleicht sind die anderen Punkte der Tagesordnung doch nicht so interessant?

17:00 – Die IGAS Stellt ihre Forderungen hinsichtlich der Studien- und Prüfungsordnung dar: Änderung der Notengewichtung (Erste Semester sollen weniger zählen), Prüfungswiederholung soll vereinfacht werden, eine Freischussregelung wird gefordert. Antwort des Dekans: Auch er sieht dort Spielraum, und auch mit anderen Hochschulen gemeinsam sieht er es so dass sich dort was machen lassen könnte. Er sieht es für möglich, dass die ersten beiden Semester zu einer „Orientierungsphase“ gehören in denen die Noten vielleicht auch gar nicht gewertet werden. Er befürwortet die Verlängerung der Fristen für das Nachschreiben von Prüfungen (wie wohl auch alle anderen Präsidenten von Hochschulen in Bayern), aber dafür muss eine Studienrahmenordnung angepasst werden (die für alle Hochschulen gilt). Er hofft aber, dass das schnell in Angriff genommen werden kann.

Die Bolonga-Beauftragte der Hochschule sieht auch dass es Mängel im Bolonga-Prozess gibt, sieht aber auch, dass viele Forderungen und Anregungen von Studenten beim „umbau“ von Diplom auf Bachelor/Master eingeflossen sind.

Frage aus dem Publikum: Was kann es mit den Notengewichtungen geändert werden – und wenn es geändert wird, zählt es dann auch für aktuell studierende? Antwort der Bolonga-Beauftragten: Für aktuell studierende ändert sich dann nichts, aber wenn änderungen über Prüfungsmodalitäten (Nachholversuche,…) erfolgen ist das sofort machbar.

17:10 – schnell weiter zum nächsten Thema (weitere Studenten erlassen das Audimax): Mehr und Bessere Wahlmöglichkeiten im letzten Studienabschnitt. Präsident: Er will dass ein Bachelorsystem auch Allgemeinbildung vermittelt. Er hofft aber dass es möglich ist mehr Wahlfächer in Zukunft an zu bieten. Bolonga-Beauftragte: Es ist schwierig die AW-Fächer mit den Credit-Points und den Sonstigen Ansprüchen des Bachelorsystems (redizierung der Stundenzahl) unter einen Hut zu bringen.

Moderator kommt auf „Freischussregelung“ zurück. Er wünscht sich dass eine einzige Prüfung am Ende des Studiums von Studenten nochmal nachgeholt werden kann damit wenn eine einzige Prüfung den Studienschnitt versaut hat, dass dies dann nochmal verbessert werden kann.

Präsident: Juristen haben diese Regelung seit langem – und er weiß, dass auch in anderen FH’s über solche Regelungen nachdenken und dass diese in Ministerien geprüft werden. Am 08.01. wird diese in einer Sitzung wohl auch bedacht.

Frage aus dem Publikum wegen NC’s zu Masterstudiengänge die bei 2,5 liegen. Viele haben in den ersten Semestern einige Prüfungen vergeigt und deshalb Probleme den NC zu halten.

Antwort: NC muss nicht angewandt werden – kapazität in den master Studiengängen sind ausreichend, Einzelregelungen sind möglich, Studenten sollten sich keine Sorgen machen. Auch wenn zu wenige Credit Points verfügbar sind können diese im Masterstudium durch Facharbeiten ohne Extrasemester nachgeholt werden.

17:25 – bin bespannt wie lang mein Akku noch reicht – weiter geht es. Jetzt mit den Fragen ob Kopierkosten nicht vielleicht von der Stadt übernommen werden und die Frage nach dem ÖPNV.

Über den ÖPNV wird Diskutiert, nicht jeder würde ein Semesterticket brauchen und die Hochschulleitung will auch keine pauschal für alle Studenten höhere Verwaltungsbeiträge verlangen.

Ab hier konnte ich den Verlauf nicht weiter aufzeichnen  da sich mein Akku verabschiedete. Am Ende waren vielleicht noch 60 Studenten im Hörsaal die es bis zum Schluss ausgehalten hatten.

Mehr informationen zur IGAS gibts auf deren WordPress-Blog.