Schritte zu einer möglichen Abwendung von Facebook…

„Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht was Freundschaft bedeutet.“

Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer

Erstmal: Ja, ich gebe es zu. Ich bin Facebook-süchtig.  Ich finde Facebook extrem praktisch um mit Leute in Kontakt zu bleiben die man mal getroffen hat, bei denen es schön ist wenn man ab und zu mitbekommt was bei denen so abgeht selbst wenn man sich nicht so nahesteht, dass man auch nur einmal im Jahr miteinander telefonieren würde.
Ich finde es toll von Bands und Festivals immer wieder Updates zu bekommen ohne die einzelnen Band/Festivalseiten ansurfen zu müssen – Facebook ist einfach ein praktischer News-Aggregator.

Aber: Manchmal nervt Facebook auch nur. Drei Beispiele:

  1. Willkürliche Sortierung von Beiträgen im Nachrichtenstream
    Ich bekomme leider gar nicht alles mit, was meine „Freunde“ so schreiben. Facebook sortiert einige Sachen aus weil es denkt, dass es mich nicht interessiert. Nur oftmals liegt es da einfach falsch. Oder Nachrichten von Bands werden direkt aussortiert weil die Bands nur für ein paar Tausend Views für diesen Beitrag gezahlt haben. Mich würde die Nachricht zwar interessieren, aber da Facebook mehr Geld will, bekomme ich die News nicht angezeigt.
  2. Werbung
    Geschätzt ist inzwischen jeder fünfte Beitrag Werbung oder gesponsert. Das ist zuviel für meinen Geschmack und nervt.
  3. Klarnamenzwang
    Zur Zeit bin ich auf Facebook als Jonathan Langhaarschneider zu finden. Und auch viele andere Leute in meiner Timeline haben lediglich einen Namen der ihrem „offiziellen“ Namen nur angelehnt ist. Wenn Facebook nicht davon überzeugt ist, dass ein Freund mit Klarnamen auftritt,  werden unter anderem „Freunde“ befragt ob der Name denn stimmt. http://stadt-bremerhaven.de/stasibook-ist-dies-der-echte-name-deines-freundes/ Bei wem Facebook glaubt, dass der Name nicht korrekt ist, der wird automatisch ausgeloggt und muss beim nächsten Login seinen echten Namen angeben oder Facebook mit einer Ausweiskopie bescheinigen, dass der Name echt ist. Alternativ wird der Account gesperrt. Ja, wenn man sich bei Facebook anmeldet bestätigt man in den AGB dass man seinen Klarnamen verwendet. Trotzdem gefällt mir das nicht.
    Ach ja, wenn man nach Möglichkeiten sucht den Klarnamenzwang zu umgehen finde ich nicht wirklich sinnvolle Lösungen. Und ich sehe, dass das die Umsetzung des Klarnamenzwangs bei Facebook schon seit Jahren Facebook-Benutzer beschäftigt. Mein Verdacht dabei: Es werden nicht alle Benutzer mit Fakenamen auf einmal ausgesperrt, sondern kontinuierlich einzelne, damit es nicht zu einem gebündelten großen Aufschrei kommt.

Nachdem vor kurzem meine Frau ein Opfer des Klarnamenzwangs wurde frage ich mich, wann es bei mir soweit sein wird – und was für Konsequenzen ich daraus ziehen will. Klar ist für mich schon mal: Ich will von Facebook unabhängiger werden. Wie unabhängig und ob ich Facebook wirklich komplett den Rücken kehren würde, wenn ich es auch mit Klarnamen verwenden müsste weiß ich noch nicht. Aber ich will in den nächsten Wochen schauen wie ich den Empfang meines Newsstream vielleicht von Facebook unabhängiger gestalten kann.
Der erste Schritt ist: Was mich bewegt nicht mehr (nur) auf Facebook zu veröffentlichen, sondern hier in diesem Blog. Und hier werde ich auch über meine weiteren Schritte zur Unabhängigkeit von Facebook schreiben .

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